Wie Sie die richtige Zentrifuge für Ihr Labor auswählen | Ein praktischer Leitfaden
- Dezember 23, 2025
- Last Updated: Dezember 23, 2025
Eine Zentrifuge gehört zu den wichtigsten Geräten in jedem modernen Labor. Ob in einem Krankenhaus, einem Forschungslabor oder an einer Universität ohne sie wäre die tägliche Arbeit kaum denkbar. Sie trennt Stoffe nach ihrer Dichte, etwa Blutbestandteile, Zellproben oder chemische Lösungen.
Doch nicht jede Zentrifuge ist gleich. Unterschiedliche Laboranwendungen erfordern verschiedene Modelle mit spezifischen Funktionen, Drehzahlen und Rotoren. Wer also eine neue Zentrifuge kaufen möchte, sollte die Anforderungen des eigenen Labors genau kennen.
In diesem Leitfaden zeigen wir Schritt für Schritt, wie Sie die richtige Zentrifuge für Ihr Labor auswählen – praktisch erklärt und mit Tipps aus der täglichen Laborpraxis. Außerdem erfahren Sie, worauf es bei Qualität, Leistung und Laborservice wirklich ankommt.
Was ist eine Zentrifuge und wie funktioniert sie?

Eine Zentrifuge ist ein Gerät, das Stoffe mithilfe von Rotation trennt. Sie arbeitet nach einem einfachen Prinzip: Wenn sich eine Probe sehr schnell dreht, wirken Kräfte auf die Teilchen im Inneren. Schwere Bestandteile werden nach außen gedrückt, leichtere bleiben näher an der Mitte. So entsteht eine saubere Trennung der einzelnen Phasen.
Ein klassisches Beispiel ist die Blutuntersuchung: Wird eine Blutprobe in die Labor-Zentrifuge gestellt und mit hoher Drehzahl rotiert, sinken die roten Blutkörperchen nach unten, während das Plasma oben bleibt. Genau dieses Prinzip nutzen Forscher und Mediziner täglich – etwa in der Molekularbiologie, Chemie oder Klinikanalyse.
Je nach Anwendung kommen unterschiedliche Laborgeräte zum Einsatz: kleine Mikrozentrifugen für DNA-Proben, größere Tischzentrifugen für Kliniken oder Refrigerated Centrifuges mit Kühlung für temperaturempfindliche Stoffe. Wichtig ist, dass die Drehzahl, der Rotor und das Volumen zur jeweiligen Probe passen.
Eine gut gewählte Zentrifuge für das Labor spart nicht nur Zeit, sondern verbessert auch die Qualität der Analyse, ein entscheidender Faktor für Forschungseinrichtungen, Krankenhäuser und private Labore gleichermaßen.
Warum die Wahl der richtigen Zentrifuge so wichtig ist

Die richtige Zentrifuge zu wählen, ist mehr als nur eine technische Entscheidung – sie beeinflusst direkt die Qualität der Ergebnisse, die Effizienz der Arbeit und die Sicherheit im Labor.
Wird ein Gerät gewählt, das nicht zu den eigenen Anwendungen passt, kann das gravierende Folgen haben:
- Proben werden nicht vollständig getrennt,
- empfindliche Materialien können überhitzen,
- Rotoren werden überlastet oder beschädigt.
Ein Beispiel: In der klinischen Diagnostik werden oft Blutproben analysiert, die konstante Drehzahlen und präzise Temperaturkontrolle erfordern. In der Forschung hingegen werden häufig kleine DNA- oder Proteinproben verarbeitet, bei denen hohe Drehgeschwindigkeiten wichtiger sind.
Darum lohnt es sich, vor dem Kauf einer neuen Laborzentrifuge die genauen Anforderungen zu prüfen: Welche Probenarten sollen verarbeitet werden? Wie oft wird die Zentrifuge eingesetzt? Ist eine Kühlung notwendig?
Ein gut ausgewähltes Modell spart langfristig Kosten, reduziert den Wartungsaufwand und sorgt dafür, dass alle Analysen zuverlässig und wiederholbar bleiben. Viele moderne Laborgeräte lassen sich zudem durch regelmäßige Kalibrierung und Wartung an wechselnde Anforderungen anpassen – ein Punkt, den professionelle Anbieter wie LabConsulting im Rahmen ihres Laborservice übernehmen können.
Arten von Zentrifugen und ihre Anwendungen

Nicht jede Zentrifuge arbeitet gleich. Je nach Aufgabe, Probenmenge und Temperaturanforderung kommen verschiedene Typen von Laborzentrifugen zum Einsatz. Die folgende Übersicht hilft, die richtige Wahl zu treffen:
1. Mikrozentrifuge (Microcentrifuge)
Diese kompakte Laborzentrifuge ist ideal für kleine Probenmengen zwischen 0,5 und 2 ml. Sie wird häufig in der Molekularbiologie oder Genforschung verwendet, zum Beispiel bei der DNA- oder RNA-Isolation. Durch ihre hohe Drehzahl erreicht sie eine schnelle Trennung auch bei minimalen Volumina.
2. Klinische Zentrifuge
Kliniken und medizinische Labore nutzen diesen Typ, um Blut oder Urinproben zu trennen. Sie ist besonders für Routinediagnostik ausgelegt, arbeitet mit moderater Drehzahl und ist leicht zu bedienen. Eine stabile Leistung und leiser Betrieb stehen hier im Vordergrund.
3. Refrigerated Centrifuge (gekühlte Zentrifuge)
Diese Variante verfügt über eine integrierte Kühlung, was sie perfekt für temperaturempfindliche Proben wie Enzyme, Proteine oder Zellen macht. Die Temperaturregelung verhindert, dass Proben durch Reibungshitze beschädigt werden.
4. Hochgeschwindigkeits- und Ultrazentrifugen
In Forschungsinstituten, der Pharmaindustrie oder der Biotechnologie sind diese Hochleistungsgeräte unverzichtbar. Sie erreichen extrem hohe Drehzahlen von über 50 000 U/min und ermöglichen so die Trennung feinster Partikel, etwa Viren oder Makromoleküle.
5. Tisch- und Bodenmodelle
Neben den technischen Unterschieden spielt auch die Größe eine Rolle. Tischzentrifugen sind platzsparend und ideal für Standardlabore. Bodenstehende Modelle bieten mehr Kapazität und sind besser für Großlabore geeignet, die viele Proben gleichzeitig verarbeiten.
Eine sorgfältige Auswahl der Laborgeräte sorgt dafür, dass jedes Labor – vom Universitätsinstitut bis zur Klinik – die bestmögliche Leistung erzielt. Moderne Anbieter wie LabConsulting bieten dafür eine breite Palette an Zentrifugen für unterschiedliche Anwendungen und Anforderungen.
Wichtige Faktoren vor dem Kauf einer Zentrifuge

Der Kauf einer neuen Laborzentrifuge sollte gut überlegt sein. Jede Anwendung stellt andere Anforderungen an Geschwindigkeit, Volumen, Temperatur und Sicherheit. Wer diese Punkte im Voraus kennt, spart Kosten und vermeidet spätere Fehlentscheidungen.
1. Art der Proben und Anwendung
Bevor Sie eine Zentrifuge kaufen, sollten Sie genau wissen, welche Proben regelmäßig verarbeitet werden. Für biologische Proben wie Blut oder Zellkulturen sind andere Geräte nötig als für chemische oder industrielle Anwendungen. Ein Laborbedarf-Anbieter wie LabConsulting kann Sie dabei gezielt beraten.
2. Geschwindigkeit und Relative Zentrifugalkraft (RCF)
Oft wird die Leistung einer Zentrifuge in Umdrehungen pro Minute (RPM) angegeben, entscheidend ist jedoch die relative Zentrifugalkraft (RCF). Sie beschreibt, wie stark die Trennkraft tatsächlich wirkt. Für empfindliche Proben ist eine einstellbare RCF wichtig, um Beschädigungen zu vermeiden.
3. Rotor-Typ
Der Rotor ist das Herzstück jeder Zentrifuge.
- Festwinkelrotoren sind ideal für hohe Geschwindigkeiten und kurze Laufzeiten.
- Ausschwingrotoren eignen sich, wenn die Proben während des Laufs waagrecht liegen sollen – etwa bei klinischen Tests.
Ein flexibler Rotor macht das Gerät vielseitiger und damit langfristig wirtschaftlicher.
4. Kapazität und Röhrchengröße
Die Größe der Probengefäße beeinflusst, welche Laborgeräte infrage kommen. Kleine Labore nutzen meist 0,5-ml- bis 15-ml-Röhrchen, größere Einrichtungen arbeiten mit 50 ml oder mehr. Achten Sie darauf, dass die Laborgeräte den täglichen Probenumfang bewältigt.
5. Temperaturkontrolle
Für temperaturempfindliche Stoffe wie Enzyme oder Proteine ist eine gekühlte Zentrifuge unverzichtbar. Sie verhindert, dass sich Proben durch Reibungswärme verändern. Besonders in der Mikrobiologie und Biochemie ist dieser Punkt entscheidend.
6. Geräuschpegel, Balance und Sicherheit
Eine gute Laborzentrifuge sollte leise arbeiten und über ein automatisches Balance-System verfügen. Achten Sie auf Sicherheitsmerkmale wie Deckelverriegelung, Notstopp oder Fehlersensoren – sie schützen sowohl Personal als auch Proben.
7. Wartung und Service
Auch die beste Zentrifuge braucht regelmäßige Wartung und Kalibrierung. Überprüfen Sie, ob der Hersteller oder Händler einen zuverlässigen Laborservice anbietet. Anbieter wie LabConsulting übernehmen Inspektionen, Ersatzteile und Rotorprüfungen, damit Ihre Geräte
Häufige Fehler beim Kauf einer Zentrifuge
Auch wenn der Markt für Laborzentrifugen groß ist, machen viele Labore beim Kauf ähnliche Fehler. Diese führen oft zu unnötigen Kosten, Ausfällen oder ungenauen Ergebnissen. Hier sind die häufigsten Stolperfallen – und wie Sie sie vermeiden können.
1. Falsche Dimensionierung
Ein häufiger Fehler ist, eine Zentrifuge zu wählen, die nicht zur täglichen Arbeitslast passt. Eine zu kleine Zentrifuge überhitzt schnell oder muss ständig laufen, während ein überdimensioniertes Gerät unnötig viel Strom verbraucht.
Tipp: Berechnen Sie Ihren durchschnittlichen Probenumfang und planen Sie mit einer kleinen Reserve für Spitzenzeiten.
2. Verwechslung von RPM und RCF
Viele Käufer achten nur auf die Drehzahl (U/min) und übersehen die relative Zentrifugalkraft (RCF). Doch gerade diese bestimmt, wie effektiv die Trennung funktioniert. Prüfen Sie, ob das Gerät beide Werte anzeigt oder sich leicht umrechnen lässt.
3. Vernachlässigung der Rotor-Kompatibilität
Nicht jeder Rotor passt zu jeder Anwendung. Wird der falsche Rotor gewählt, können Proben beschädigt oder ungleichmäßig getrennt werden. Achten Sie daher auf flexible Rotoroptionen und auf das passende Zubehör im Rotoroptionen.
4. Keine Temperaturregelung bei empfindlichen Proben
Wer mit empfindlichen Materialien wie Enzymen, Proteinen oder Zellen arbeitet, benötigt unbedingt eine gekühlte Zentrifuge. Ohne Temperaturkontrolle droht Qualitätsverlust – ein häufiger und teurer Fehler in Forschungslaboren.
5. Fehlende Wartungsplanung
Viele Labore kaufen hochwertige Geräte, vergessen aber den Service. Ohne regelmäßige Wartung, Kalibrierung und Sicherheitsprüfung verliert jede Zentrifuge an Präzision. Anbieter wie LabConsulting bieten passende Wartungsverträge an, um diese Probleme zu vermeiden.
6. Preis statt Qualität als Hauptkriterium
Der günstigste Preis bedeutet nicht immer die beste Lösung. Eine billige Laborzentrifuge kann höhere Folgekosten verursachen, wenn Ersatzteile, Rotoren oder Reparaturen teuer werden. Besser ist, auf Qualität, Garantie und Serviceverfügbarkeit zu achten.
Wenn Sie diese Fehler vermeiden, sichern Sie Ihrem Labor langfristig präzise Ergebnisse, weniger Ausfälle und geringere Betriebskosten – eine Investition, die sich schnell auszahlt.
Praktische Einkaufsliste für Laborleiter

Um die Auswahl einer Zentrifuge für Ihr Labor zu vereinfachen, hilft eine strukturierte Checkliste. Sie zeigt auf einen Blick, worauf es wirklich ankommt von der technischen Ausstattung bis zum Laborservice nach dem Kauf.
Checkliste: Worauf Sie beim Kauf einer Zentrifuge achten sollten
1. Bestimmen Sie den Zweck und die Probenart.
Arbeiten Sie mit Blut, Zellkulturen, chemischen Lösungen oder DNA-Proben? Die Probenart entscheidet über Rotor, Drehzahl und Kühlung.
2. Definieren Sie den benötigten Drehzahlbereich (RCF).
Hohe Geschwindigkeiten sind für molekularbiologische Anwendungen wichtig, während klinische Routinen niedrigere Werte benötigen.
3. Wählen Sie den passenden Rotor-Typ.
Überlegen Sie, ob Sie häufig Festwinkel- oder Ausschwingrotoren benötigen. Manche Modelle ermöglichen beides – ideal für wechselnde Anwendungen.
4. Prüfen Sie Kapazität und Röhrchengröße.
Stimmen die Rotoren mit den verwendeten Gefäßen (z. B. 15 ml oder 50 ml) überein? Planen Sie genug Platz für zukünftige Probenmengen ein.
5. Klären Sie, ob eine Kühlung erforderlich ist.
Für temperaturempfindliche Materialien ist eine gekühlte Laborzentrifuge unverzichtbar.
6. Achten Sie auf Sicherheit und Ergonomie.
Funktionen wie Deckelverriegelung, Rotor-Erkennung und Vibrationssensoren schützen Personal und Proben.
7. Berücksichtigen Sie Wartung und Service.
Eine regelmäßige Kalibrierung und Wartung verlängert die Lebensdauer Ihrer Geräte. Anbieter wie LabConsulting bieten umfassende Servicepakete inklusive Inspektion, Reparatur und Ersatzteilen.
8. Vergleichen Sie Energieeffizienz und Geräuschpegel.
Moderne Laborgeräte arbeiten leiser und verbrauchen weniger Strom ein Vorteil für Dauerbetrieb und Arbeitskomfort.
9. Prüfen Sie Garantie und Ersatzteilverfügbarkeit.
Achten Sie auf langfristige Versorgung mit Rotoren und Zubehör, um Betriebsausfälle zu vermeiden.
10. Lassen Sie sich beraten.
Ein professioneller Partner wie LabConsulting kann helfen, das optimale Modell zu finden – abgestimmt auf Laborgröße, Budget und Anwendungsbereich.
Mit dieser Checkliste treffen Laborleiter und Forschungseinrichtungen eine fundierte Entscheidung, die Qualität, Effizienz und Sicherheit langfristig sichert.
Fazit: Die richtige Zentrifuge ist eine Investition in Qualität und Sicherheit
Die Auswahl der passenden Zentrifuge für Ihr Labor ist keine schnelle Entscheidung, sondern eine strategische Investition. Sie beeinflussen, wie zuverlässig Ihre Analysen sind, wie effizient Ihr Team arbeitet und wie lange Ihre Geräte halten.
Wer die vorgestellten Faktoren – Probenart, Drehzahl, Rotor, Kapazität, Kühlung und Wartung – sorgfältig prüft, spart langfristig Zeit und Kosten. Vor allem in Forschungseinrichtungen, Kliniken und industriellen Laboren zahlt sich Qualität immer aus.
Ein hochwertiges Gerät in Kombination mit professioneller Kalibrierung und Laborwartung sorgt für präzise Ergebnisse, weniger Ausfälle und einen sicheren Laborbetrieb.
Wenn Sie Unterstützung bei der Auswahl benötigen, steht LabConsulting als erfahrener Partner an Ihrer Seite.
Das Unternehmen bietet nicht nur eine breite Auswahl an Laborgeräten und Zentrifugen, sondern auch einen umfassenden Laborservice von der Planung über Installation bis zur Wartung.
Tipp zum Abschluss: Bevor Sie eine neue Laborzentrifuge kaufen, lassen Sie sich von einem Fachberater helfen, der Ihre Anforderungen versteht. So stellen Sie sicher, dass Ihr Labor heute und in Zukunft optimal ausgestattet ist.
Contact Us
RECENT POSTS
-
- Januar 13, 2026
Serologische vs. manuelle Pipetten: Die beste Wahl für Zellkultur und molekulare Forschung finden
In jedem Labor spielt die Wahl des Pipettier-Werkzeugs eine entscheidende Rolle für genaue Ergebnisse und die Aufrechterhaltung der Effizienz der...
Read More -
- Dezember 31, 2025
Große Ankündigung: Meling’s -86° Ultra-Tiefkühlschrank erhält die ENERGY STAR-Zertifizierung für Energieeffizienz
Die Lagerung bei ultra tiefen Temperaturen ist in Laboren, Forschungseinrichtungen, medizinischen Einrichtungen und der Biotechnologie unerlässlich, aber sie ist historisch...
Read More -
- Dezember 23, 2025
Wie Innovation Labs die Wissenschaftslandschaft Österreichs prägen
Einleitung Innovationslabore in Österreich transformieren die wissenschaftliche Landschaft. In den letzten fünf Jahren hat sich ihre Zahl verdoppelt, was Forschung...
Read More